Sommer: Mariaglück wird "Mülltunnel Niedersachsens"
Grüne fordern neues Gutachten für Umweltverträglichkeit / CDU: Fakten einfach zur Kenntnis nehmen
CELLE (th). Die Einlagerung von Lauge aus der Asse im Schacht Mariaglück in Höfer beschäftigt weiter die Politik. Die Grünen-Fraktion im Celler Kreistag forderte gestern in der Umweltausschusssitzung ein neues Gutachten, um die Umweltverträglichkeit zu prüfen.
Zuvor hatte Lothar Lohff, Präsident des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie noch einmal dargestellt, dass die bisherigen festgestellten Werte bei der Radioaktivität am unteren Bereich des überhaupt messbaren liegen.
Doch davon ließ sich Grünen-Politiker Gerald Sommer nicht beruhigen. "Die Geschichte ist noch nicht zu Ende", sagte Sommer. Bei ihm verfestige sich der Eindruck, dass Mariaglück zum "Mülltunnel Niedersachsens" werden würde. Die CDU, allen voran Karl-Heinrich Langspecht, verharmlose hier und auch beim Schacht Wathlingen die Situation.
Die Antwort der Mehrheitsgruppe ließ nicht lange auf sich warten. "Es ist inzwischen sachlich hinreichend belegt, dass der Vorwurf von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, es sei rechtswidrig radioaktive Lauge nach Höfer transportiert worden, nicht zutrifft", sagte Karl-Heinrich Langspecht. Angesichts der vorliegenden Informationen trete Sommer unsachlich auf. "Man sollte die Fakten einfach mal zur Kenntnis nehmen", lautet Langspechts Rat an Sommer.