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Heute kommt wieder Asse-Lauge nach Höfer Arbeitskreis will auch künftig Proben ziehen
LBEG-Präsident Lohff erläutert neue Genehmigung vor Samtgemeinderat Eschede und Vertretern aus Höfer

HÖFER (jg). Heute Mittag soll ein Tanklastzug wieder Lauge aus dem Bergwerk Asse bei Wolfenbüttel am ehemaligen Kali- und Salzbergwerk Mariaglück in Höfer anliefern. Damit endet der Transportstopp, der im vergangenen Sommer verhängt wurde, nachdem bekannt geworden war, dass die Laugen aus der Asse radioaktiv belastet sind.
Mehrere Untersuchungen hatten in den vergangenen Monaten ergeben, dass die radioaktive Verunreinigung der Lauge weit unter der Freigabegrenze liegt. Seit Anfang des Jahres hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im Atommüll-Endlager Asse das Sagen. Ein neues Laugen-Management untertage sowie eine andere Luftführung im Bergwerk sorgen inzwischen dafür, dass die eindringenden Wässer jetzt geringer belastet sind.
Die K + S Aktiengesellschaft, die das ehemalige Bergwerk Mariaglück zurzeit flutet und zwischen 200& und 2008 auch 7208 Kubikmeter Asse-Lauge einlagerte, hatte beim Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) den Antrag gestellt, erneut Laugen aus der Asse sowie aus Neuhaus-Ellers in Hessen in Höfer einleiten zu dürfen. Die Genehmigung soll nach CZ-Informationen heute früh um 8 Uhr erteilt werden.
Gestern Abend informierte LBEG-Präsident Lothar Lohff in einer rund 80-minütigen Veranstaltung Ratsmitglieder aus der Samtgemeinde Eschede sowie den im vergangenen Jahr gegründeten Arbeitskreis Höfer über die bevorstehende Entscheidung sowie die neuen Laugen-Lieferungen. ?Hätte ich Argumente gefunden, die es mir verboten hätten, diese Entscheidung zu treffen, hätte ich die Genehmigung verzögert", sagte Lohff nach der Veranstaltung.
Täglich dringen rund zwölf Kubikmeter Lauge in das Bergwerk Asse ein. Sie sollen künftig ausschließlich in das Bergwerk Mariaglück gebracht werden, sagte Klaus Rumphorst, Leiter Inaktive Werke bei K+S, gestern Abend in Eschede.
Heute Mittag werde der Arbeitskreis Höfer bei der Laugen-Anlieferung von der Asse am Schacht Mariaglück Proben ziehen, sagte Sprecher Wolfgang Vogt. Nach den Absprachen mit dem LBEG solle das jederzeit möglich sein, auch die Übernahme der Kosten sei geregelt. ?Die sind bereit, alles zu tun, um der Sache gerecht zu werden", sagte Vogt. Dass Öffentlichkeit und Politik jetzt anders informiert werden, führt Vogt auch auf die Aktivitäten des Arbeitskreises in Höfer zurück. ?Wir sind überzeugt, dass wir etwas bewegt haben."