TÜV-Gutachten zu Mariaglück sieht keine Gefahr
Studie im Auftrag des Landesamtes für Bergbau: Werte unbedenklich / Gruse: Thema ist damit nicht erledigt
Proben wurden aus dem Schacht Mariaglück gezogen
HÖFER (th). Ein neues Gutachten der TÜV NORD EnSys Hannover hat das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gestern Abend zum ehemaligen Kalibergwerk Mariaglück in Höfer veröffentlicht. Die Prüfer kommen laut LBEG zu dem Schluss, dass für die Bewohner vor Ort keine Gesundheitsgefahr besteht.
Bei dem Gutachten waren Laugen-Proben aus dem ehemaligen Kalibergwerk Mariaglück der K+S in Höfer untersucht worden. ?Neben den aus der Schachtanlage Asse II nach Mariaglück verbrachten Laugen hatte der TÜV auch Laugen von dort beprobt, die nicht aus der Asse stammen. Hierbei handelt es sich um Salzlösungen aus verschiedenen Müllverbrennungsanlagen, die seit 2001 zur Restflutung des ehemaligen Bergwerks genutzt werden", heißt es in der Mitteilung.
Die Proben sind laut dem LBEG vom TÜV auch radiologisch untersucht worden. Dabei wurde festgestellt, dass die Grenzwerte nur zu einem Bruchteil ausgeschöpft seien. ?Es geht von den derzeit in Höfer befindlichen Laugen keine Gesundheitsgefahr aus", interpretierte Ulrich Windhaus vom LBEG das Ergebnis.
Höfers Bürgermeister reagierte zurückhaltend auf die Ergebnisse. ?Die Untersuchung ist ein wichtiger Bestandteil, um Ängste der Bürger abzubauen. Wir nehmen diese Aussage erstmal zur Kenntnis", sagte Michael Gruse: Das Thema sei aber mit dieser Studie sicher noch nicht vom Tisch.