2008
08-10-31
Höfer beruft Gremium für Mariaglück

HÖFER (ef). Mit einem einstimmig verabschiedeten Grundsatzbeschluss hat der Rat der Gemeinde Höfer während seiner letzten Sitzung seiner Ablehnung gegen weitere Laugen-Transporte aus dem Atommüll-Endlager Asse in den Schacht Mariaglück Ausdruck verliehen. Neben diesem symbolischen Akt reagierte der Rat auch konkret auf die Themen Asse und Mariaglück: Sollte der Schacht in Höfer künftig, dennoch von Transporten oder weiteren Verfüllungen betroffen sein, werden diese von einem Bürgergremium begleitet, wie in der Sitzung beschlossen wurde. Vorgesehen sei zudem die Begleitung von Probeentnahmen im Schacht durch das Gremium, das als "Begleitgruppe" losgelöst aber in enger Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat handeln soll.
"Die Bürger können das Thema enger begleiten ,:0der sich nach beruflicher Vorbildung intensiver einbringen", wie Bürgermeister Michael Cruse erklärte. Schließlich sei Mariaglück ein komplexes Thema, bei dem es nicht nur um die Verbringung, sondern Weh um eine mögliche Endlagerung gehe. Das Gremium werde seine Aufgabenstellung selber definieren und organisieren. "Der Rat ist an die Niedersächsische Gemeindeordnung gebunden - das ist alles zu starr", wie Cruse weiter erläuterte. Ein weitere Vorteil gegenüber dein Gemeinderat liegt freilich in der politischen Unabhängigkeit, mit der das Gremium arbeiten kann.
15 Personen haben sich bisher für das Gremium gemeldet, das in der nächsten. Woche erstmalig zusammenkommen wird.