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"Was ist im Schacht?" Experten klären über Lauge auf
Bürgerversammlung in Höfer soll Details zur Einlagerung radioaktiver Stoffe aus der Asse im Schacht Mariaglück nennen HÖFER (jg). "Was ist im Schacht?" - Antworten auf diese seit Wochen brennende Frage sollen in einer Bürgerversammlung am Montag, 22. September, ab 19 Uhr im Sportheim in Höfer gegeben werden. Die Einwohner sollen aus erster Hand erfahren, was die Salzlauge aus dem Atommüll-Endlager Asse bei Wolfenbüttel enthielt, die von 2006 bis zum Juni 2008 im stillgelegten Schacht Mariaglück in Höfer eingelagert wurde und welche Gefahren möglicherweise von den radioaktiven Stoffen ausgehen. Hierzu hat die Gemeinde Höfer Vertreter des niedersächsischen Umweltministeriums, des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie, der K+S-Aktiengesellschaft sowie vom TÜV Nord eingeladen. Sie sollen den Bürgern Rede und Antwort stehen. Inzwischen liegen den Experten hierzu auch erste Untersuchungsergebnisse von den im Bergwerk Asse gesammelten Rückstellproben der nach Höfer transportierten gesättigten Laugen vor. In der vergangenen Woche hatte das Umweltministerium von "kaum radioaktiv belasteten Laugen" gesprochen. Die Messwerte lägen deutlich unter den Freigabewerten, hatte eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Hannover gesagt. In den Proben seien Spuren von Tritium und Cäsium gefunden worden. Insgesamt waren zwischen 2005 und dem Stopp der Transporte knapp 21 000 Kubikmeter Salzlauge aus der Asse in die Bergwerke Bad Salzdetfurth im Landkreis Hildesheim, Hope im Landkreis Soltau-Fallingbostel und Mariaglück in Höfer transportiert worden. Nach Höfeor gingen 7208 Kubikmeter. Der Schacht Mariaglück wird seit 2005 geflutet, rund 1,34 Millionen Kubikmeter Flüssigkeit sind seither hineingeleitet worden. Das war überwiegend Wasser aus der Aschau, aber auch rund 104000 Kubikmeter gesättigter Laugen aus der Rauchgaswäsche von Müllverbrennungsanlagen sowie Produktionsprozessen und eben die Lauge aus der Asse. In Höfer werden vor allem die Fragen gestellt, welche Gefahren tatsächlich von der radioaktiven Belastung der Laugen ausgehen und ob sie eines Tages eventuell das Grundwasser gefährden. Einwohner waren zudem überrascht, dass von den Transporten aus der Asse am Schacht in Höfer keine Rückstellproben genommen wurden, während von allen anderen Tankwagen vor der Einleitung der Flüssigkeit ins Bergwerk eine Probe entnommen und diese einem Schnelltest unterzogen wird. |