Ministerium: Asse-Lauge kaum radioaktiv belastet
Spuren von Tritium und Cäsium in der auch ins Bergwerk Mariaglück in Höfer gebrachten Flüssigkeit

Höfer (jg). Die im Bergwerk Mariaglück in Höfer eingelagerte Salzlauge aus dem Atommüllendlager Asse bei Wolfenbüttel ist kaum radioaktiv belastet gewesen. "Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Messwerte deutlich unter den Freigabewerten liegen", sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums am Freitag in Hannover. Zwischen 2006 und Juni 2008 waren 7208 Kubikmeter Lauge nach Höfer gebracht worden, dann wurden die Lieferungen gestoppt. Auch stillgelegte Bergwerke in Hope (Kreis Soltau-Fallingbostel) und Bad Salzdetfurth (Kreis Hildesheim) waren mit Lauge aus der Asse befüllt worden.
Das Ministerium hatte den TÜV Nord sowie den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit den Messungen beauftragt. Es seien zwar Spuren von Tritium und Cäsium gemessen worden, die Werte hätten jedoch nur ein Bruchteil der zulässigen Höchstgrenzen betragen, hieß es.
Es geht um rund zwölf Kubikmeter Salzlauge, die seit etlichen Jahren jeden Tag in das Bergwerk Asse eindringt. Die Lauge wird auf unterschiedlichen Sohlen aufgefangen, die größte Menge mit rund zehn Kubikmetern täglich auf der 658-Meter-Sohle. War Lauge radioaktiv belastet, entschied der Strahlenschutzbeauftragte des Atommüll-Endlager Asse, ob sie in ein 750 Kubikmeter großes Speicherbecken auf der 490-Meter-Sohle gepumpt wurde, von wo sie dann zur externen Verwertung abgegeben wurde. Das war bereits aus dem Statusbericht des Umweltministeriums von Anfang September hervorgegangen.