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Grüne fordern Sondersitzung zum Thema Asse-Lauge / Fragenkatalog des BSG an Landrat Wiswe zur Einlagerung im Schacht Mariaglück in Höfer

CELLE (Jg). Eine außerplanmäßige öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und ländlichen Raum des Celler Kreistags zur Einleitung radioaktiver Laugen ins Bergwerk Mariaglück in Höfer fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. An der Sitzung im September sollen nach dem Willen der Grünen Vertreter des niedersächsischen Umweltministeriums, der zuständigen Bergbaubehörde und des Unternehmens Kali + Salz teilnehmen.
Zur Unterstützung der Bemühungen der Kreisverwaltung um Aufklärung des Sachvorhaltes sei eine Information der Öffentlichkeit und der Kreistagsabgeordneten dringend nötig, heißt es in der von Gerald Sommer unterzeichneten Antrag an Landrat Klaus Wiswe. Die mangelnde Information der Öffentlichkeit, der Kreisverwaltung und des Kreistages durch die zuständigen Behörden dürfe nicht hingenommen werden.
Auch das Bündnis Soziale Gerechtigkeit fordert Aufklärung über die eventuell radioaktiv belastete Salzlauge, die aus dem Bergwerk Asse zur Einlagerung nach Höfer gebracht wurde. In zehn Fragen an den Landrat, die formal in der nächsten Kreistagssitzung beantwortet werden sollen, will Andreas Hauptmeyer unter anderem wissen, wie viele Transporte es gegeben hat, wer wie oft die Salzlauge auf Radioaktivität untersucht hat, und ob es bei den Transporten Zwischenfälle gab.
Am Montag hatte sich der Umweltausschuss des Landtags mit dem Atommüllendlager Asse II beschäftigt und festgestellt, dass das Bundesumweltministerium am l1. August darüber informiert worden sei, dass sämtliche aus der Asse II abtransportierten Laugen die gesetzlichen Richtwerte eingehalten hätten. Trotzdem habe einen Tag später Bundesumweltminister Sigmar Gabriel von radioaktiv verseuchtem Wasser gesprochen.